Familienleben 2.0
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Mythos Heckunfall

Über den Heckunfall zerreißen sich Befürworter und Gegner von Reboardern den Mund.


"Der Reboarder ist auch beim Heckunfall die sicherere Wahl, da der Kopf in den Sitz gedrückt wird. Zudem sitzt das Kind weiter vom Unfall weg und die Knautschzone ist somit größer."

V.S.

"Beim Heckunfall wirken die Kräfte genau andersherum als beim Frontalunfall, das gleicht sich aus und der Reboarder ist gar nicht sicherer."


Beide Aussagen sind richtig aber auch falsch!

Vorneweg: Der Reboarder bleibt die sicherste Wahl! Er hat aber rein physikalisch einen leichten Nachteil beim Heckunfall.

Durch die abrupte Beschleunigung des Aufpralls wird das Kind in Fahrtrichtung mitgerissen. Das ist wie wenn du schnell beschleunigst, dann geht der Kopf des Kindes auch Richtung Heck.
Erst beim Rebound und wenn sich das Auto wieder abbremst wird das Kind in den Sitz gedrückt.
Ein Heckunfall kommt aber kaum an die Kräfte der Genickbruchgrenze heran.

Erfahrungsgemäß steigen Kinder die reboard saßen auch bei einem Heckunfall unverletzt aus.
Gegensätzlich klagen Passagiere (Kinder und Erwachsens) über Nacken- und Rückenschmerzen wenn sie n in Fahrtrichtung saßen.


 
Die weiteren Vorteile eines Reboarders in Bezug auf den Heckunfall erklärt Eva Maria sehr schön in diesem Video:
https://youtu.be/_Tsx4Bv6wDw

Kurz gesagt:

Bei einem Frontalunfall addieren sich die Geschwindigkeiten, bei einem Heckunfall subtrahieren sie sich. D.h.:
Frontal: Auto 1: 30km/h + Auto 2: 40km/h = 70km/h Aufprallgeschwindigkeit
Heck: Auto 1: 40km/h - Auto 2: 30km/h = 10km/h Aufprallgeschwindigkeit
Für welchen Unfall bräuchte man den sichereren Sitz?

Zudem sitzt das Kind im Reboarder weiter vom Unfallpunkt entfernt, die Knautschzone ist somit größer. Das ist besonders bei Kleinwagen ein entscheidender Grund.